Scania 164 LA 8x4 / 4NA "Van der Vlist"

 

Baubericht

 

Es  handelt  sich  bei diesem Modell um  einen  Scania  164 LA 8x4 im Maßstab 1:24 des  Kleinserienherstellers MAD-Modelle. Dieser Bausatz beinhaltet neben dem Basisbausatz des Italeri Scania 580V (Nr. 3819) eine Vielzahl von CNC-gefrästen Polystyrolteilen. Die Teilequalität ist nahezu perfekt, es bedarf nur kleiner Säuberungsarbeiten.


Hier die zusätzlichen Teile neben dem Basisbausatz. Die Teile für den Treibstofftank und den Schwerlastturm sind tiefgezogen.

         

Die Suche nach einer Vorlage dauerte hier nicht sehr lange, da ich schon längere Zeit ein Modell der niederländischen Spedition "van der Vlist" nachbauen wollte. Leider habe ich kein Foto einer 8x4 Zugmaschine gefunden. Das Originalfoto unten dient lediglich als Anhaltspunkt für die Lackierung und die Decals .
 

Begonnen wurde der Bau mit dem Chassis. Der Rahmen und die Querverstrebungen wurden gemäß Bauanleitung zusammengebaut. Zum verkleben der Polystyrolteile habe ich hier Ethylacetat verwendet. Anschließend wurden alle übrigen Teile des Italeri-Bausatzes entsprechend von den Gießästen getrennt, gesäubert und zu den einzelnen Baugruppen  montiert. Danach habe ich die Baugruppen nach den zu lackierenden Teilen getrennt.

 

Die Achsaufhängung für die zweite lenkbare Achse besteht komplett aus Polystyrolteilen. Hier muss noch einmal erwähnt werden, daß hier die Passgenauigkeit  überragend ist. Nach Fertigstellung der einzelnen Baugruppen für das Chassis habe ich diese mal probehalber am Rahmen montiert. Alles passt perfekt. Die Achsen haben allesamt die gleiche Höhe, bei keinem Teil bedarf es Korrekturen. 

     

Die Teile für die Lenkung bestehen fast komplett aus Polystyrol-Teilen. Einige Teile des Italeri-Bausatzes müssen dabei auch dazu ein wenig modifiziert werden. Sofern man hier genau arbeitet, passt alles auf Anhieb zusammen. Hierbei kann man erneut erkennen, wie gut und sauber die Teile gefertigt sind. 

Im Original ist der Rahmen der Van der Vlist Fahrzeuge in RAL 7015 lackiert. Da ich diesen Farbton leider nicht vorrätig hatte, mischte ich mir diesen so gut es ging aus verschiedenen Farbtönen selbst zusammen. Hierbei habe ich auf die Revell-Aqua-Color Farben zurückgegriffen, welche ich mittlerweile sehr gerne verwende, da sie leicht zu verarbeiten sind und sehr schnell trocknen. Die Luftbälge an den Achsen habe ich abschließend noch in schwarz und eisenfarbig farblich abgesetzt. Auch die Motorwanne am Chassis wurde nachträglich noch schwarz seidenmatt hervorgehoben.

Die Radnaben für die Hinterachsen sind aus Polystyrol gefertigt und bestehen jeweils aus zwei Teilen. Bei Bau müssen dazu die Naben der Bausatz-Felgen gekürzt werden. Anschließend werden die neuen Radnaben einfach auf den verbleibenden "Stummel" aufgesetzt.  Lackiert habe ich die Felgen dann mit Alclad in Polished Aluminium.
 

Der Motor wurde gemäß Bauanleitung zusammengesetzt und wie beim Original in einem dunklen Grauton lackiert, welchen in selbst angemischt habe. Hierzu habe ich Revell-Airbrush Farben verwendet. Die Scania-Schriftzüge, sowie diverse Bolzen und Muttern wurden mit einem dünnen Silberstift hervorgehoben.  Den Keilriemen habe ich mit dem Pinsel in schwarz abgesetzt. Abschließend wurden noch ein paar Decals als Typenschilder angebracht.
 

Zur Montage der hinteren Kotflügel müssen zuerst die Halterungen aus Polystyrol zusammengebaut werden. Diese bestehen aus insgesamt 16 Einzelteilen. Dem Bausatz liegen dazu noch vier tiefgezogene Kotflügel aus Polystyrol bei, welche ich aber gegen Ersatzteile von Italeri ausgetauscht habe. Sofern man hier genau arbeitet, lässt sich  später alles ohne Probleme am Chassis montieren. Hierzu werden in die Polystyrol-Halterungen noch vier Rundstäbe eingesteckt. Anschließend kann die komplette Baugruppe in die vorgesehenen Löcher am Chassis angebracht werden.    

       

Die Sattelplatte habe ich auch ein wenig nachbearbeitet. Mit Hilfe eines Schwammpinsels wurde schwarze Ölfarbe aufgebracht. Anschließend habe ich das Ganze mit einem weichen Lappen vorsichtig wieder abgewischt. In der Mitte habe ich die Ölfarbe ein wenig dicker aufgetragen, um so das Schmierfett nachzubilden.

 

Die Felgen wurden mit Aclad "Polished Aluminium" lackiert. Bei den Felgen für die Vorderachse habe ich noch fotogeätzte Radblenden von KFS verwendet. Diese wurden  vorher entsprechend aufgebohrt, so daß sie sich später problemlos auf die Felgen kleben lassen. Nach dem aufbohren wurden diese dann noch mit Unipol ein wenig aufpoliert. Bei den Vorderreifen habe ich die Bausatzreifen gegen Breitreifen von Auslowe ausgetauscht.       

       

Das fast fertige Chassis. Die hinteren Spritzlappen sind aus Vinyl und stammen von Flemming Pedersen (erhältlich bei KFS). Die Rückleuchten wurden mit Tamiya clear red und clear orange bemalt und anschließend von hinten mit Bare-Metal-Folie beklebt.  Den Scania-Schriftzug am rechten hinteren Kotflügel habe ich mit einem silberfarbenen Edding-Stift hervorgehoben.  Der Auspufftopf auf der rechten Seite wurde mit Alclad "Polished Aluminium" lackiert.   

     

Als nächstes war die Kabine an der Reihe. Um diese noch ein wenig aufzuwerten, habe ich noch diverses Zubehör angebracht. Hierzu zählen ein Fernseher, ein CB-Funkgerät sowie ein Feuerlöscher von Auslowe. Weiterhin wurde noch diverses Werkzeug, CD´s, Zeitschriften  und verschiedene andere Dinge verteilt. Leider sieht man bei der fertigen Kabine davon nicht mehr viel.  An   der   Mittelkonsole,  sowie am Armaturenbrett habe ich noch Holzdecals von Virage angebracht. An den Instrumenten wurde die Tachoverglasung mittels Uhu-Office-Pen nachgebildet.  Für die Sitze habe ich passend zurechtgeschnittene Sitzdecals von KFS verwendet.

           

Die fertige Kabine mit allen Zubehörteilen. Lackiert wurde das Ganze in einem selbst angemischten Grauton mit Revell-Aqua-Color Farben.

     

Der Schwerlastturm mit Kraftstofftanks und Getriebeölkühler wurde zusammengebaut und ist bereits am Rahmen montiert. Zur Detaillierung wurden noch Traileranschlüsse von KFS, ein Feuerlöscher und diverse Decals angebracht. Lackiert wurde das ganze mit Revell Farben. Der untere Kraftstofftank wurde mit Alcad verchromt. Die Highpipe wurde ebenfalls mit Alclad lackiert und am Rahmen montiert.
 

       

Die Stoßstange wurde entsprechend dem Vorbild zweifarbig in weiß / grün lackiert. Hierfür wurden Revell und Tamiya Farben verwendet. Anschließend wurden 2 Schichten Klarlack aufgetragen (Tamiya TS13). Von innen erfolgte ein Farbauftrag in matt schwarz (Revell Nr. 8).

 

 

Die Kabine wurde zusammengebaut, mit Tamiya Primer grundiert und anschließend mit Revell Nr. 30 (orange) lackiert. Danach erfolgte ein Zwischenschliff (nass) mit 2000er Schleifpapier. Die Schriftzüge stammen von Decalprint, die restlichen Decals sind aus der Restekiste. Nachdem die Decals gut durchgetrocknet waren, wurde alles mit 3 Schichten Gunze Topcoat (glänzend) versiegelt.

     

Die Stoßstange wurde soweit fertig gestellt und bereits am Chassis angebracht. Die Warnbarke ist ein zurechtgeschnittenes Decal aus der Restekiste. Um das Ganze noch ein wenig aufzuwerten habe ich unten noch ein Spoiler aus Aluminium (KFS) montiert.

Die Kabine ist ebenfalls fertig und kann nun auf das Chassis montiert werden. Da mir für die schwarzen Flächen an der Seite und vorne das Abkleben zu mühselig war, habe ich das Ganze Freihand mit dem Pinsel bemalt. Hierzu habe ich Mattschwarz von Tamiya verwendet, welche noch ein wenig verdünnt wurde. Diese Farbe lässt sich super mit dem Pinsel verarbeiten, so daß man  - Geduld und eine ruhige Hand vorausgesetzt - ein sehr gutes Ergebnis erzielen kann. Abschließend wurden die Flächen mit seidenmatten Klarlack überlackiert.

Als zusätzliche Highlights habe ich auf dem Dach noch einen Scheinwerferbügel aus Aluminium, Rundumleuchten und gedrehte Signalhörner von KFS, sowie Dachantennen (Auslowe) und eine Klimaanlage (Modelltruck) mit angebracht.  Die Seitenscheiben aus dem Bausatz wurden gegen Scheiben mit geätzten Scania-Logos ausgetauscht (Flemming Pedersen).   

Das fertige Modell. Am Rahmen wurde noch eine Abdeckplane aus Resin (KFS) angebracht. Die Verschnürung wurde dabei mittels dünnem Faden nachgebildet.

Weitere Bilder vom fertigen Modell findet ihr in der Galerie.