Mercedes Actros 1854 LS + Curtainside Trailer

"Rauch Möbelwerke"

 

Baubericht
 

Die beiden Ausgangs-Bausätze

 

 

Teil 1:  Zugmaschine
 

Zu Beginn des Baus habe ich wie immer alle Teile von den Spritzlingen entfernt, entsprechend gesäubert und nach den einzelnen Baustufen sortiert.

 

Die einzelnen Baugruppen für das Chassis wurden zusammengebaut und die Klebenähte sauber verspachtelt und verschliffen. Anschließend habe ich die Teile dann mit Revell Nr. 302 (schwarz seidenmatt) lackiert. Hierbei wurde auf eine Grundierung verzichtet, da die Teile aus dem Bausatz bereits schwarz eingefärbt waren. 

Bei den Druckluftbehältern und diversen anderen Teilen wurden die Haltebänder mittels Bare-Metal-Folie nachgebildet. Der Schriftzug am rechten hinteren Kotflügel wurde ebenfalls mit Bare-Metal-Folie beklebt.  Anschließend erfolge die Lackierung der Teile. Nach dem trocknen wird dann der Schriftzug vorsichtig mit einem Wattestäbchen  wieder freigerubbelt. Mit dieser Methode lassen sich sehr gut die filigranen Schriftzüge an den Modellen nachbilden, ohne die Lackierung zu beschädigen.

         

Den Farbton für den Motor habe ich nach Originalvorgaben selbst angemischt. Dazu verwendete ich verschiedene Grautöne von Revell. Einige Teile wurden noch in schwarz bzw. Alu / Eisen farblich abgesetzt. Die Keilriemen wurden mit dem Pinsel ebenfalls schwarz bemalt.

   

Der Tank wurde mit Alclad "Polished-Aluminium" lackiert. Die Haltebänder sind aus passend zurechtgeschnittenem schwarzem Isolierband und Spiegelfolie nachgebildet. Der Auspufftopf wurde ebenfalls mit Alclad lackiert. Die Innenseite des Auspuffrohrs habe ich noch mit Gunze-Alterungs-Farbe  (Russ) bemalt.  Bei der Sattelplatte wurde  mittels schwarzer Ölfarbe das Schmierfett nachgebildet.

   

Die Rückleuchten wurden auf der Rückseite mit Lumocolor-Stiften bemalt und danach mit Bare-Metal-Folie hinterlegt, um so eine bessere Tiefe der Farben zu erhalten. Die Rückleuchten sehen somit noch realistischer aus. Die Aussenspiegel wurden auf der Innenseite ebenfalls mit Bare-Metal-Folie beklebt.

 

Die Felgen wurden wieder mit Alclad "Polished Aluminium" lackiert. Die Reifen habe ich mit einem Gemisch aus verschiedenen Kreidestaub-Farbtönen und Spiritus dezent gealtert.

   

Das fertige Chassis mit eingebautem Motor und montierten Rädern.

         

Die Teile der Kabineninneneinrichtung in einem dunklen Grau mit Revell-Airbrush-Farbe lackiert. Anschließend habe ich das Armaturenbrett farblich noch etwas nachdetailliert und mit verschiedenen Instrumentendecals von Virage und Interdecal verfeinert. Um das Glas für die Tachoanzeige nachzubilden, habe ich mit dem Zahnstocher ein wenig Papierkleber (UHU-Office-Pen) aufgetragen (ist leider auf dem Foto nicht so gut zu erkennen). Dieser Kleber hat den Vorteil , daß er glasklar austrocknet und man so auf einfache Art und Weise eine Tachoverglasung nachbilden kann.

Für die Wurzelholznachbildung an Armaturenbrett und den Seitenverkleidungen der Türen habe ich Decals von Virage verwendet. Das hier die Decals auf Anhieb passen, habe ich mich hier einer einfachen Methode bedient. Ich habe die betreffenden Flächen einfach abfotografiert und dann im passendem Maßstab ausgedruckt. Dann die Schablone ausgeschnitten und die Umrisse auf den Decalbogen übertragen. Somit entfällt das lästige Vermessen der Flächen und das Decal passt auf Anhieb. Die Lautsprechergitter an den Türenverkleidungen stammen aus einem Zubehör-Set von KFS.

     

Die Sitze wurden mit Sitzbezugs-Decals  von KFS verfeinert. Diese sind im Original Actros-Design gehalten und werten den Innenraum aus meiner Sicht noch einmal um einiges auf. Beim Aufbringen bin ich hier analog zu den Holzdecals verfahren. Anschließend wurde das Ganze dann noch satt mit Weichmacher eingestrichen, so das sich das Decal auch überall den Konturen des Sitzes anpasst.

 

Weiterhin habe ich an der Dach-Innenverkleidung noch ein CB-Funkgerät von Auslowe angebracht. Die farblichen Details wurden mit einem Zahnstocher hervorgehoben. Ebenso kommt noch ein Feuerlöscher (ebenfalls von Auslowe) in die Kabine, welchen in zuerst in Rot und schwarz bemalt und dann mit zwei Feuerlöscher-Decals von Virages versehen habe. Die Leitungen für Druckluft usw. stammen aus einem Set von KFS. Die Anschlüsse an beiden Enden sind ebenfalls daraus entnommen.

   

Da ich für diesen Truck auch ein entsprechend passendes Nummerschild haben wollte, habe ich hier auf Nummernschild-Decals von TL-Decals im Maßstab 1:24 zurückgegriffen. Hier kann man sich nach Belieben sein Wunschnummernschild zusammenstellen. Ein  Bogen reicht für ca. 10 Modelle. Die Qualität ist klasse, sogar die TÜV-Plaketten sind auf dem Bogen enthalten. Das Ganze ist zwar eine ziemliche Fummelei, aber das Ergebnis rechtfertigt aus meiner Sicht dann doch den Aufwand.    

     

Die fertige Kabineninneneinrichtung. Um dem Ganzen noch ein wenig Leben einzuhauchen, habe ich noch ein paar kleine Gimmicks wie diverse Zeitschriften, Werkzeug und diverse andere Kleinteile im Innenraum verteilt.

     

Die Kabine wurde mit Tamiya-Grundierung in weiss grundiert und nach dem Trocknen mit 2000er Schleifpapier nass angeschliffen. Anschließend erfolgte die Lackierung in kieselgrau (RAL 7032) mit der Airbrush. Hierzu habe ich 2K-Acryl-Autolack verwendet, welchen mir ein Freund vom Autolackierer besorgt hat. Nachdem der Decklack gut durchgetrocknet war, erfolgte nochmals ein Nass-Schliff mit 2000er Schleifpapier. Anschließend habe ich die Decals angebracht. Die Rauch-Logos stammen von Decalprint, der restliche Schriftzug wurde selbst erstellt. Die Decals am Heck der Kabine stammen aus der Restekiste, die Actros-Schriftzüge sind aus dem Bausatz. Des Weiteren wurden noch rote Pinstripe-Decals von KFS verwendet. Abschließend wurde das Ganze mit zwei Schichten Gunze-Top-Coat (glänzend) versiegelt. Dieser Klarlack hat den Vorteil, daß er die Decals nicht angreift und dennoch hochglänzend  austrocknet. Danach wurden noch die Scheibendichtungen  mit einem dünnen Pinsel und einer Microbrush (superfein) in schwarz seidenmatt abgesetzt.      

 

An Stoßstange, Kühlergrill und den Seitenverkleidungen habe ich ebenfalls rote Pinstripe-Decals von KFS verwendet. Die Scheinwerfergehäuse wurden noch von innen mit Bare-Metal Folie beklebt, um eine bessere Tiefe zu erlangen. Am Kühlergrill wurden rechts und links noch kleine Leuchten von KFS angebracht.  

         

Das komplett fertige Chassis mit montierten Seitenverkleidungen

     

 

Die fertige Zugmaschine

     

 

Teil 2:  Trailer

Das Chassis wurde dem Bauplan entsprechend zusammengebaut. Nach dem verspachteln und verschleifen der Klebenähte erfolgte die Lackierung mit Revell-Aqua-Color in schwarz seidenmatt (Nr. 302).

Der Aufbau wurde ebenfalls gemäß Anleitung zusammengebaut. Da die Seitenteile, der Boden und auch das Dach jeweils aus zwei Teilen bestehen, fällt hier einiges an Spachtel- und Schleifarbeit an , da die Stösse nach dem lackieren nicht mehr sichtbar sein sollten. Des Weiteren habe ich noch die angegossenen Gurtschlösser an den Seitenteilen entfernt. Diese werden durch Ätzteile von KFS ersetzt. Die Türriegel an den Bausatzteilen musste ich auch entfernen, da mir leider nach dem Einbau der Türen zwei dieser Verschlüsse abgebrochen sind. Diese werden ebenfalls durch Ätzteile von KFS ersetzt. Die Grundierung des Aufbaus und des Palettenkastens erfolgte mit Filler von Dupli-Color. Dieser hat den Vorteil, daß er noch kleine Unebenheiten und Kratzer auf dem Modell entfernt. Danach kam der Nass-Schliff zuerst mit 1000er und dann mit 2000er Schleifpapier. 

       

Die Lackierung des Aufbaus erfolgte mit Autolack aus der Spraydose in kieselgrau (RAL 7032). Anschließend wurden die Decals aufgebracht. Diese stammen von Decalprint. Bei einem Curtainside -Trailer bestehen die Trailerwände und das Dach aus einer Plane. Da diese aber nicht hochglänzend ist, habe ich nach dem Aufbringen der Decals noch zwei dünne Schichten seidenmatten Klarlack aufgebracht. Hierzu habe ich Spray aus dem Baumarkt (Obi Classic) verwendet. Das hat prima funktioniert und ist eine echte Alternative zum teuren Top-Coat von Gunze. Wie beim Original habe ich die Türen und den unteren Teil der Trailervorderseite ich dabei glänzend belassen.  Die Vorrichtungen für die Traileranschlüsse wurden noch aufgebohrt, damit man die Leitungen von der Zugmaschine später auch ankuppeln kann. Die Gummilippe an den Oberseiten der Seitenwände sind aus zurechtgeschnittenem schwarzen Isolierband. Die Türriegel sind Ätzteile von KFS.

     

Die Felgen wurden analog zur Zugmaschine mit Alclad "Polished Aluminium" lackiert.

Der Unterfahrschutz wurde zuerst grundiert und dann mit Tamiya-Spray in weiss lackiert. Anschließend habe ich dann noch die farblichen Details herausgearbeitet. Die Rückleuchten aus dem Bausatz wurden gegen zurechtgeschnittene Klarsichtteile aus der Restekiste ausgetauscht. Diese habe ich mit Tamiya-Clear in rot und orange von innen  bemalt  und  anschließend  mit  Bare-Metal-Folie  hinterlegt.  Dies gibt den  Leuchten eine  bessere Tiefenwirkung. Die dreieckigen Reflektoren  stammen  aus    dem    Italeri-Zubehör.Kit und wurden mit einem roten Eddingstift bemalt und ebenfalls mit Bare-Metal-Folie beklebt. Die Decals stammen zum Teil aus dem Bausatz und der Restekiste. Das Nummernschild besteht aus einzelnen Buchstaben und Nummern von TL-Decals. Ebenso der Nummernschildrahmen und die TÜV-Plaketten. Die  angedeuteten seitlichen Begrenzungsleuchten aus dem Bausatz wurden abgeschliffen und gegen rote Klarsichtteile aus der Restekiste ausgetauscht. Der Spritzwasserschutz ist aus Gummi und stammt von Flemming Pedersen. 

   

Der Palettenkasten wurden ebenfalls in kieselgrau lackiert. Anschließend habe ich noch rote Pinstripe-Decals von KFS angebracht. Eine Arbeit, die einen zur Verzweiflung bringen kann, denn dieses Muster besteht aus insgesamt sechs Einzel-Decals (s. Decalbogen). Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, waren hier mehrere Versuche notwendig.

   

Das fertige Chassis. Am hinteren Teil des Chassis habe ich noch diverse Decals angebracht. Ebenso wurden die Haltebänder für die Keilriemen noch farblich herausgearbeitet. Die Feurlöscherbox erhielt ebenfalls noch zwei Decals aus der Restekiste.

         

Für die Gurtschlösser habe ich Ätzteile von KFS verwendet. Vor dem Biegen wurden die nachgebildeten Gurte an den Schlössern mit mattschwarzer Farbe bemalt. Das Biegen der einzelnen Teile ist eine ziemliche Fummelei und kann einem schnell den letzten Nerv rauben. Vor allem wenn man 50 dieser Teile anfertigen muss. Am besten eignet sich zum biegen eine kleine Zange mit flachen Enden. Das Ergebnis rechtfertigt auf jeden Fall den Aufwand. Diese Ätzteile sind kein Vergleich zu den angegossenen Gurtschlössern aus dem Bausatz, da sie um ein vielfaches realistischer aussehen und das Modell enorm aufwerten.

   

Der fertige Aufbau mit den Gurtschlössern von KFS und der seitlichen Begrenzungsleuchten. Das Anbringen der Gurtschlösser ist sehr mühselig und erfordert einiges an Geduld und vor allem eine ruhige Hand, da die Teile allesamt in der gleichen Höhe angebracht werden sollten. Hierbei habe ich mit aus Polystyrolabfall einen Abstandshalter gebaut.  Die Leuchten wurden auch noch ein wenig modifiziert, indem ich noch passende, orange eingefärbte Klarsichtteile auf die Halterungen aufklebte.

     


Der fertige Trailer

     

 

Weitere Bilder vom fertigen Modell gibt es HIER.