Mack R685 & Double Trailer "ABF"

 

Baubericht

 

Das Original

 

Als Basis für dieses Modell verwendete ich die folgenden beiden Bausätze:

 

 

1. Teil:  Truck

Die Lackierung des Rahmens und aller zum Chassis dazugehörigen Teile erfolgte mit Revell Nr. 9 (Anthrazit). Die Felgen wurden mit Revell-Aqua-Color Nr. 99 (Aluminium) lackiert.

   

Als nächstes ging es an die Alterung des Chassis. Hierzu habe ich in 2 Abschnitten gearbeitet. Zuerst wurde mit Wisch-Metall von der Fa. Lukas das ganze Chassis trockengemalt um die Konturen hervorzuheben. Als nächstes kamen Farbpigmente von MIG und MMP zum Einsatz. Diese wurden solange vorsichtig in das Chassis "eingerieben" bis sich der gewünschte Effekt ergab. Diese Arbeit nimmt einige Stunden in Beschlag, das Ergebnis rechtfertigt jedoch in jedem Falle den Aufwand.

           

Die Felgen wurden in zwei Durchgängen gealtert. Zuerst habe ich Ölfarben (umbra gebrannt) mit Terpentin zu einer sehr dünnen Brühe vermischt und diese dann satt auf die Felgen aufgetragen. Die Farbe läuft dann sehr schön in die Sicken und setzt sich dort fest. Nach ca. 2 Tagen Trocknungszeit erfolgte dann im nächsten Schritt noch eine "Behandlung" mit verschiedenen Farbpigmenten. Die Reifen wurden mit einem Gemisch aus Künstlerkreide und Spiritus gealtert (näheres dazu HIER).

           

Am Chassis sind nun die Rückleuchten und das hintere Nummernschild mit Halterung angebracht. Analog zu den anderen Teilen erfolgte hier ebenfalls eine Alterung mittels verschiedenen Farbpigmenten. Um den Effekt der Leuchten noch zu verbessern wurden die Klarsichtteile rückseitig noch mit BMF (Bare-Metal-Folie) beklebt. Die Sattelplatte wurde wieder mit diversen Farbpigmenten und Wisch-Metall bearbeitet, das Schmierfett ist schwarze Ölfarbe.

   

Das Chassis zum ersten Mal mit montierten Rädern

     

Weiter geht es mit der Inneneinrichtung für die Kabine. Für das Armaturenbrett wurden die Teile zunächst vorab in schwarz seidenmatt bemalt, die Holzeinlagen habe ich mit Model Master Nr. 1736 (Lederbraun) nachgebildet. Anschließend wurden noch diverse Schaltknöpfe usw. farblich abgesetzt. Hierzu habe ich einen Zahnstocher verwendet. Dieser eignet sich sehr gut für diese feinen Arbeiten. Der Tacho, sowie die anderen Instrumente wurden mittels Dry-Brushing hervorgehoben. Da mir das CB-Funkgerät aus dem Bausatz nicht gefiel, habe ich dieses durch einige Teile aus der Krabbelkiste und etwas Basteldraht ersetzt.  Abschließend wurden alle Teile noch mit diversen Farb-Pigmenten entsprechend gealtert.

Die Sitze wurden mit einer Lage Papiertaschentuch beklebt, um so einen Stoffbezug nachzubilden. Zum Aufbringen verwendete ich hierzu Serviettenkleber, welchen man in jedem Bastelgeschäft finden kann. Hier habe ich bewusst einige Unebenheiten und kleine Löcher gelassen, da man den Sitzen das Alter des Trucks doch ansehen sollte. Nach dem Aufkleben des Taschentuches wurde dieses dann abschließend noch mit einer weiteren Schicht Kleber "versiegelt". Dieser Kleber hat einen ähnlichen Effekt wie ein Weichmacher für Decals. Anfangs sieht das Ganze doch eher gewöhnungsbedürftig aus aber nach dem Trocknen stellt sich doch ein sehr schöner und realistisch wirkender Effekt ein. Anschließend wurden die Sitze noch mit einem Farbgemisch aus verschiedenen Brauntönen bemalt. Zum Schluss erfolgte ebenso mittels verschiedenen Farb-Pigmenten eine Alterung.

         

Die Kabineninneneinrichtung ist nun soweit fertiggestellt. Die restlichen Kleinteile wie Pedale und Schalthebel wurden ebenfalls noch mit Farb-Pigmenten gealtert. Abschließend habe ich noch zwei Fußmatten aus einem Stück Gummimatte nachgebildet und am Boden befestigt.

   

Der Motor ist soweit fertig gebaut. Bei der Lackierung habe ich mich weitestgehend an das Original gehalten. Dafür wurde Gold (Revell Nr. 94) mit ein paar Tropfen schwarz gemischt um einen dunklen Goldton zu erhalten. Weiterhin habe ich noch diverse Leitungen und Kabel mittels feinem Draht nachgebildet. Im nächsten Schritt wird der Motors analog zu den anderen Baugruppen entsprechend gealtert und verschmutzt.  

   

Die Alterung des Motors erfolgte in mehreren Schritten. Zuerst wurde ein Washing und Dry-Brushing mit Ölfarbe (umbra gebrannt) durchgeführt. Danach wurde der Motor mit verschiedenen Farbpigmenten behandelt. Hier habe ich mich für Braun- und Grautöne entschieden. Als nächstes kamen die Alterungsfarben von Gunze-Sangyo in den Farbtönen "Öl" und "Staubbraun" zum Einsatz, mit welchen ich bestimmte Stellen am Motor einpinselte. Abschließend wurden noch einige Teile einem Flüssig-Rost-Set bearbeitet. Dieses Set besteht aus zwei Komponenten. Zum einen Flüssig-Stahl und zu anderen einem Oxidationsmittel, welches den Flüssig-Stahl rosten lässt. Dies gibt den behandelten Teilen einen optimalen, realistisch aussehenden verrosteten Eindruck.  Danach wurde der Rost noch mittels Farbpigmenten (Rost) "aufgewertet". Um die Farbpigmente grifffest zu machen, wurde zum Schluss noch der gesamte Motor mit Fixativ, einer Versiegelung bzw. einem Schutzfilm speziell für Pastellkreiden, eingesprüht.  

         

Das (fast) fertige Chassis. Es fehlen nur noch beiden Treibstofftanks.

         

Bei den Tanks habe ich mich für die aus dem Bausatz entschieden, da ich keine anderen passenden mehr in der Ersatzteilkiste hatte. Die Klebenähte wurden verschliffen und verspachtelt, anschließend erfolgte eine Lackierung mit Revell-Aqua-Color  Nr. 99 (Aluminium). Nach dem Trocknen wurden noch aus schwarzem Isolierband die Haltebänder  und aus  selbstklebendem Schleifpapier, welches ich schwarz eingefärbt habe, die Gummibeläge der Trittstufen nachgebildet. Abschließend habe ich die Tanks passend zum Chassis mit verschiedenen Farbpigmenten und Ölfarben gealtert und verschmutzt.

   

Die Kabine und Motorhaube, sowie der Luftfilter und das Windschild wurden vor dem Lackieren zuerst mit warmen Seifenwasser abgewaschen. Anschließend wurde alles entgratet und die Teile mit Dupli-Color Filler (beige) grundiert. Dieser Filler hat den Vorteil, daß er noch bestehende kleine Unebenheiten und Kratzer eliminiert. Nach dem Trocknen erfolgte ein Zwischenschliff mit 2000er Naß-Schleifpapier, um so eine glatte und saubere Oberfläche zu erhalten. Nun wurde der Decklack aufgetragen. Hier entschloss ich mich für Autolack von Dupli-Color (dunkelgrün).

   

Als nächstes wurden die Decals an Kabine, Motorhaube und dem Windshield angebracht. Die ABF-Logos und die dazugehörigen Nummern habe ich mir anhand der Originalfotos von der Fa. Decalprint anfertigen lassen. Alle  übrigen Decals (Schriftzüge, Plaketten usw.) stammen aus dem "North American Cab Artwork Set 1" von KFS.

Nachdem die Decals  gut angetrocknet waren (2-3 Tage) wurden diese zuerst mit einer dünnen Schicht Tamiya-Klarlack aus dem Glas (X-22) versiegelt. Da der Truck ja ein älteres und "gebrauchtes" Modell darstellen soll, wurden die Karosserie-Teile abschließend dann noch mit einer Schicht Gunze Top Coat (glänzend) lackiert. Dieser Klarlack eignet sich nicht nur hervorragend zum versiegeln von Decals, sondern ergibt dann auch, im Gegensatz zum Tamiya-Klarlack,  ein doch eher seidenmattes Finish, was den  Lack dann ein wenig "abgenutzt" aussehen lässt. 

         

Die Scheibendichtungen wurden mit einem schwarzen Lumocolor-Stift nachgebildet. Für das schwärzen der Sicken an den Türen habe ich einen Tuschefüller mit der Stärke 0,5 mm verwendet. Dieser passte optimal in die Sicken und das Einfärben war somit kinderleicht. Diese Füller gibt es eigentlich in jedem gut sortierten Schreibwarenladen und sind in verschiedenen Strich-Stärken erhältlich.

   

Die Kabine ist nun soweit fertig gestellt. Auch die Motorhaube ist bis auf einige Kleinigkeiten wie Blinker usw. fertig.   Die Schriftzüge an der Motorhaube sind Ätzteile von Gunther Wagner. Diese sind sehr viel filigraner gearbeitet, als die aus dem Bausatz. Die Scheibendichtungen und die Fenster wurden auch schon entsprechen gealtert.

     

Die "Hochzeit" ist vollbracht. Die Kabine sitzt auf dem Chassis. Die letzten Leitungen und die Auspuff-Anlage wurden ebenfalls bereits montiert.

     

Die Motorhaube wurde innen in schwarz matt lackiert und danach mittels Künsterkreide eingestaubt bzw. gealtert. Die Halterung für die Trailer-Anschlüsse habe ich mit Teilen aus der Ersatzteilkiste scratch gebaut. Für die Leitungen habe ich auf fertig gedrehte aus der Zubehör-Kiste zurückgegriffen. Von welchem Hersteller diese sind, weiß ich allerdings nicht mehr. 

 

Die Zugmaschine ist fertig. Um den Mack auch so richtig vergammelt aussehen zu lassen, habe ich abschließend noch an Kabine und Motorhaube ein Washing mittels Spiritus-Kreide-Gemisch aufgebracht, welches ich dann noch mit einer Mischung aus Tamiya X-22 (Klarlack) und Tamiya X-21 (Flat Base) versiegelt habe. 

 

 

2. Teil:  Double Trailer

 

Als nächstes waren nun die Double-Trailer an der Reihe. wie anfangs bereits erwähnt habe ich hierfür auf diesen Bausatz zurückgegriffen. Leider gibt es diesen Kit schon lange nicht mehr im Handel und ist deshalb auch sehr schwierig zu bekommen.

Zuerst wurden wieder alle Teile vom Gießast getrennt und entsprechend gesäubert. Für die Lackierung verwendete ich wieder ausschließlich die neuen Revell-Aqua-Color-Farben. Die einzelnen Baugruppen für das Chassis wurden, wie auch das Chassis des Mack, in anthrazit (Nr.9) und die Felgen in aluminium (Nr.99) lackiert.

Die beiden Kofferaufbauten wurden montiert, sauber verspachtelt und verschliffen. Dies war ein enormer Aufwand, denn die Teile waren alles andere als sauber gegossen. Es mussten sehr viele Grate usw. entfernt werden. Anschließend erfolgte die Grundierung mit Filler von Dupli-Color.

 

Bei den Kofferaufbauten habe ich mich dazu entschlossen zuerst die grünen Streifen zu lackieren. Hierfür verwendete ich wieder den Autolack analog zum Mack. Danach wurden die Streifen mit Masking-Tape von Tamiya sauber abgeklebt. Für die zweite Farbe verwendete ich dann alufarbenen Felgen-Lack aus der Dose ebenfalls von Dupli-Color. Meine Wahl erwies sich als gut, denn der Lack lies sich ohne Probleme auftragen und ergab eine sehr schöne Oberfläche mit leicht mattem Finish.

 

Die Teile für das Chassis wurden zuerst, wie auch schon beim Mack, mittels Wisch-Metal trockengemalt, um die Konturen hervorzuheben.

   

Anschließend erfolgte der Auftrag von verschiedenen Farbpigmenten in diversen Braun- und Rost-Farbtönen, um eine realistische Verschmutzung zu erzielen.

     

Die Baugruppen für das Chassis nach der Alterung.

 

Die Reifen wurden mittels eines Gemischs aus Künstlerkreide und Spiritus gealtert. Die Felgen erhielten ein Washing aus verdünnter Ölfarbe (umbra gebrannt).

       

Die fertigen Räder und Baugruppen für das Chassis.

     

Um die Kofferaufbauten verschmutzt und gebraucht aussehen zu lassen, habe ich nach dem Lackieren ein Washing mittels verdünnter Ölfarbe durchgeführt. Zum verdünnen habe ich des Geruches wegen Citrus-Terpentin verwendet. Bei der Ölfarbe habe ich mich für den  Farbton "umbra gebrannt" entschieden.

Nachdem die Ölfarbe gut durchgetrocknet war, habe ich dann die Decals aufgetragen. Die ABF-Logos stammen wie auch schon beim Mack von DECALPRINT. Alle anderen Decals, wie Nummern usw. stammen von diversen Decalbögen, welche ich noch übrig hatte. Gerade die kleinen Decals für Warnschilder usw. werten meiner Meinung nach die Modelle doch um einiges auf und lassen diese noch realistischer aussehen. Abschließend wurde das Ganze dann mit mehreren Schichten Top-Coat (Matt) von Gunze versiegelt, so daß auch der letzte Glanz beseitigt wurde.

   

Die Sattelplatte für den Dolly wurde noch mit schwarzer Ölfarbe bearbeitet, um das Schmierfett nachzubilden. Die Vorrichtungen für die Traileranschlüsse wurden allesamt selbst angefertigt. Zum Teil bediente ich mich dabei auch einigen Teilen aus der Grabbelkiste, welche noch entsprechend angepasst wurden. Die Anschlüsse selbst stammen von KFS und sind aus Weißmetall.    

   

Der komplett fertige Dolly. Die Spiralschläuche stammen ebenfalls von KFS.

   

Abschließend wurden noch alle Blinker, Begrenzungsleuchten usw. angebracht, welche zur besseren Optik zuvor noch von hinten mit Bare-Metal-Folie beklebt wurden. Als letzten Arbeitsschritt wurde noch alles ein wenig mit Künstlerkreide und Farbpigmenten eingestaubt.

Und hier die fertigen Trailer. Weitere Bilder vom fertigen Gespann gibt es HIER.