MAN TGA XXL + Curtainside Trailer

(Auftragsarbeit)

 

Baubericht    

 

Hier stelle ich meine erste Auftragsarbeit vor. Für das Modell wurden die folgenden beiden Bausätze verwendet.

Der Bau erfolgte soweit aus dem Karton. Lediglich ein paar kleine Details wurden noch zusätzlich angebracht. Lackiert wurde der Truck (Fahrerkabine und Trailer-Aufbau) mit Original Autolack. Der Farbton nennt sich Enzianblau.

Hier ein Originalfoto des TGA der Spedition Kayser

 

Die Chassis wurde in Revell Rot Nr. 31 lackiert. Die vorderen und hinteren Kotflügel wurden noch farblich abgesetzt, so dass diese auch soweit dem Original entsprechen.  Die vorderen Kotflügel sind in Revell Schwarz-seidematt (Nr. 302) und die hinteren in einer Mischung aus Revell Schwarz-seidenmatt (Nr. 302) und Hellgrau (Nr. 374) lackiert.

 

Die Felgen für den Truck und den Trailer wurden mit Alclad 2 in Chrom lackiert. Die Aclad Farben sind wirklich kleine Wundermittel. Der Effekt ist täuschend echt. Beim Lackieren mit Alclad Chrom müssen die Teile zuerst mit  Glanz-Schwarz (am besten Revell Nr. 7) lackiert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Lackierung schön gleichmäßig und ohne Staubeinschlüsse erfolgt. Je besser die Ausgangssituation, desto besser dann das spätere Ergebnis. Die Teile sollten etwa 2 Tage trocknen. Dann kann man mit dem Auftrag von Alclad 2 beginnen. Beim Lackieren sollte man darauf achten, dass man eine feine Düse nimmt und diese so einstellt, daß wirklich nur ein Hauch Farbe herauskommt. Dann sollte das Alclad in mehreren Durchgängen nass in nass hauchdünn aufgetragen werden. So etwa in 3-5 Schichten, bis sich der gewünschte Effekt einstellt. Die Mühe lohnt sich wirklich, jedoch sollte man vor dem ersten Gebrauch eine paar Probelackierungen durchführen. Die Radnaben wurden dann noch in roter Farbe abgesetzt.

                                                     

Das (fast) fertige Chassis. Die Teile wurden alle mit der Airbrush lackiert.  Für die bessere Optik sind die Radnaben an den hinteren Felgen und die Fettkappen noch mit rot abgesetzt worden.

           

 

Die fertige Kabineninneneinrichtung

   

 

Die Fahrerkabine fertig montiert und bereit zum Lackieren. Die Außenspiegel sind in Schwarz-seidenmatt  lackiert und anschließend zur Nachbildung der Spiegelfläche mit Bare-Metal-Folie (Chrom) bearbeitet. Dies sieht wesentlich realistischer aus, als wenn man sie lackieren würde. 

 

 

Das Chassis für den Trailer. Da auf Wunsch zwei (lt. Bausatz ist nur eines vorgesehen) Reserveräder am Trailer angebracht sollen, wurde die entsprechende Halterung noch umgebaut. Hierzu wurden außen an der Halterung zwei Plastikstreifen abgebracht und darauf die Arretierungen geklebt. Die gemäß Bauplan vorgesehenen Löcher wurden anschließend zugespachtelt.  

       

 

Der Traileraufbau und die Fahrerkabine, sowie die Seitenverkleidungen der Zugmaschine fertig lackiert. Für die Lackierung wurde ein original 2K-Autolack im Farbton "Enzianblau" verwendet. Um dem Traileraufbau realistischer wirken zu lassen, wurde hier zusätzlich Mattierungsmittel aus dem KFZ-Bereich verwendet. Hierdurch entspricht die Plane eher dem seidenmatten Glanz im Original. (Den seidenmatten Glanz kann man leider schlecht auf den Bildern erkennen).

       

 

Und hier noch einmal zwei Fotos von der Zugmaschine im bisherigen Baufortschritt.

 

 

Die Rückleuchten am MAN. Zur Bemalung habe ich Tamiya Clear Orange (XF-26) und Tamiya Clear Red (XF-27) verwendet. Diese Farben sind meiner Meinung nach wesentlich besser und intensiver als die klaren Farben von Revell. Eine gute Alternative sind hier auch wasserfeste Stifte von Lumocolor. Leider kann man auf den Bildern das Orange vom Rot nicht so gut unterscheiden. Damit die Rückleuchten besser wirken, habe ich zuvor den Untergrund auf dem Kotflügel mit Bare Metal Chrom-Folie bearbeitet.

   

 

Das (fast) fertige Chassis des Trailer. Bis auf die Reserverad-Halterung, Unterfahrschutz  und den Palettenkasten soweit fertig.    

 

 

Die Reserveradhalterung und die Räder.  Die Trailer-Felgen wurden ebenfalls mit Alclad-Chrom lackiert und die Radnaben, analog zur  Zugmaschine, in rot abgesetzt. 

     

 

Die Begrenzungsleuchten für den Trailer wurden in silber lackiert und mit Bare-Metal Chrom-Folie beklebt. Diese wurden zusätzlich noch durch Klarsichtteile aus dem dem Italeri-Zubehör-Set (Nr. 720) ergänzt.

   

 

Die Frontscheinwerfer und Seitenverglasungen des MAN mit schwarzem Rahmen. Der MAN-Schriftzug und das Emblem wurden mit Bare-Metal Chrom-Folie beklebt.

   

 

Der Unterfahrschutz des Trailers ist in weiß-seidenmatt (Revell Nr. 301) lackiert, die Absetzungen mit schwarzem Folienstift hervorgehoben. Die Rücklichter sind mit orangenen und roten Folienstiften (Lumocolor) bemalt, und für die bessere Optik von hinten mit Bare-Metal Folie beklebt worden.

 

 

Der (fast) fertige Trailer. Am Traileraufbau fehlen nur noch die Begrenzungsleuchten. Der Feuerlöscher wurde gegen den aus dem Italeri Zubehör Set (Nr. 720) ausgetauscht.

   

 

Die fertige vordere Stoßstange. Diese wurde mit Tamiya Spray in Silber lackiert und bekam noch einen Scheinwerferbügel aus dem Italeri-Zubehör-Kit spendiert. Die Scheinwerferlinsen wurden mit einem Lumocolor Stift in orange eingefärbt.

Die "Hochzeit" von Kabine und Inneneinrichtung. Bis auf die Sonnenblende, die Außenspiegel und die Blinker an den Seiten ist die Kabine jetzt soweit fertig. Es geht also langsam dem Ende zu.

       

 

 Die Stoßstange am Fahrerhaus montiert.

 

 

Die fertige Fahrerkabine (bis auf die Sonnenblende). Die seitlichen Blinker wurden noch zur besseren Optik mit Bare-Metal Chrom Folie hinterlegt. Zusätzlich wurden seitlich noch Signalhörner aus dem Italeri-Zubehör Kit angebracht.

   

 

Der fertige MAN

       

 

Der fertige Trailer

 

 

Das komplette Gespann

   

 

Alles in allem habe ich an diesem Modell ca. 70 Stunden gebaut. Obwohl dieses Modell keinen Platz in meiner Vitrine bekommt, hat mir der Bau doch sehr viel Spaß bereitet. Allerdings gibt (gab) es immer wieder Situationen, in denen man das ganze am liebsten abbrechen möchte. Dazu kann ich aber nur jedem empfehlen, ein paar Tage Pause einzulegen, und sich dann wieder (frisch motiviert) an die Arbeit zu machen. Bei mir zumindest hat dies (fast) immer geklappt.  Auftragsarbeiten sind nicht unbedingt jedermanns Sache. Man sollte sich vorher wirklich gründlich überlegen, ob man dies wirklich machen möchte. Ist man nicht hundertprozentig von der Sache überzeugt, sollte man es lieber sein lassen. Am Ende kann man aber auch sehr stolz sein, wenn der "Kunde" mit der Arbeit zufrieden ist und das Modell in allen Punkten seinen Wünschen entspricht. Dies rechtfertigt dann doch den teilweise sehr hohen Arbeitsaufwand für so eine Auftragsarbeit.  

Weitere Bilder vom fertigen Modell gibt es in der Galerie zu sehen.