International F-2575 "Kingsway"

 

Baubericht
 

Das Original

 

Als Basis diente mir der folgende Bausatz von ERTL.

 

Als ersten Schritt wurden alle Einzelteile entsprechend gesäubert, verspachtelt und verschliffen. Danach erfolgte die Lackierung mit  Revell- Aqua-Color-Farben. Verwendet habe ich dazu die Farbtöne Nr. 302 (schwarz seidenmatt), Nr. 99 (alu) und Nr. 36 (rot matt). Als nächstes wurde am bereits lackierten Chassis der Lack mittels APR (Automotive-Paint-Remover) entfernt, da dieser vom "Erstbesitzer" doch sehr dick aufgetragen wurde. Nach dem Entlacken habe ich dann den Rahmen um ca. 2,5 cm gekürzt, da auf dem Original-Foto der Abstand zwischen dem Batteriekasten und der Hinterachse realtiv klein ist und mir dieser am Modell doch ein wenig groß vorkam.  Anschließend wurde das Ganze dann mit Filler von Dupli-Color grundiert und mit Revell Nr. 36 in Rot lackiert. An den Tanks wurden die Haltebänder mit schwarzem Isolierband nachgebildet.

   

Das Chassis wurde dann abschließend noch entsprechend gealtert. Hierzu bin ich in zwei Schritten vorgegangen. Zuerst wurde ein Washing mit stark verdünnter Ölfarbe (umbra gebrannt) aufgetragen. Nachdem das Ganze gut durchgetrocknet war, kamen Farbpigmente und Kreidestaub in diversen Farbtönen zum Einsatz. Diese wurden dann vorsichtig mit einem harten Pinsel entsprechend "eingerieben". Hierbei sollte man darauf achten, daß man am Anfang nicht zu viel Staub verwendet, da man sonst Gefahr läuft, daß die eigentliche Chassisfarbe, komplett übertönt wird. Man muss hier einfach ein wenig herumspielen bis sich der gewünschte Effekt einstellt. Dies kann unter Umständen einige Stunden dauern. In diesem Falle waren es ca. 3 Stunden Arbeit. Allerdings lohnt sich der Aufwand, denn mit dieser Methode lassen sich doch sehr realistische Effekte erzielen.

           

Die Reifen wurden nach der altbekannten Methode mit einem Gemisch aus Kreidestaub und Spiritus gealtert. Die Felgen wurden zuerst in Revell Nr. 99 lackiert und anschließend ebenfalls ein Washing mittels verdünnter Ölfarbe aufgetragen. Auf diese Art und Weise lässt sich sehr gut der Bremstaub in den Ritzen der Felgen nachbilden.

   

Das Chassis mit den montierten Rädern

       

Die hintere Stoßstange wurde ebenfalls noch ein wenig modifiziert. Die International-Logos sind Decals, welche selbst erstellt wurden. Die Sterne sind ebenfalls Decals und stammen aus der Restekiste. Weiterhin wurde noch eine Halterung für das Nummernschild angefertigt und die Rückleuchten auf der Rückseite mit BMF beklebt. Abschließend wurde das Ganze dann noch passend zum Chassis mit Ölfarbe und Farbpigmenten gealtert.

 

Die Sitze wurden auf der Sitzfläche und der Rückenlehne mit Metal-Foil-Adhesive eingepinselt, danach eine Lage eines Papiertaschentuchs aufgeklebt und in die Sitzstruktur "eingearbeitet". Ist ein wenig fummelig, aber mit etwas Geduld sollte man das ohne größere Probleme hinbekommen. Nach dem trocknen ergibt sich dann eine schöne Oberfläche, welche einem vergammelten Sitzbezug doch sehr nahe kommt. Anschließend habe ich das Ganze noch mit einem matten Braunton bemalt. 

 

Beim Armaturenbrett wurden die Holzapplikationen mit brauner Farbe hervorgehoben und die verschiedenen Schalter noch farblich abgesetzt. Des kamen noch diverse Instrumentendecals von Virage und Interdecal zum Einsatz. Ebenso wurde noch ein CB-Funkgerät von Auslowe montiert. Um die Tacho-Verglasung nachzubilden wurde jeweils ein Tropfen Papier-Kleber (UHU-Office-Pen) auf die einzelnen Instrumente aufgebracht. Dieser trocknet glasklar aus und ergibt einen sehr schönen Effekt.

   

Die fertige Kabineninneneinrichtung. Um dem Ganzen noch ein wenig "Leben einzuhauchen" wurden noch ein paar Gimmicks, wie Spraydose, Flasche, Zeitung, Feuerlöscher usw. verbaut.

   

Die Kabine, die Motorhaube und der Dachspoiler wurden mit Revell-Aqua-Color in seegrün (Nr. 48) lackiert. Am Dachspoiler habe ich zuvor noch die beiden Haltebänder aus dünnen Sheetstreifen und jeweils zwei Nieten auf jeder Seite nachgebildet. Nach dem durchtrocknen wurden die Kotflügel an der Motorhaube noch in schwarz abgesetzt.

Die Kingsway-Logos, sowie die weißen Nummern und Schriftzüge wurden mittels eines Alps-Druckers selbst hergestellt. Alle anderen Decals stammen aus der Restekiste. Abschließend erfolgte die Versiegelung der Decals mittels 2 Schichten Top-Coat von Gunze. Hierbei fiel die Wahl auf ein seidenmattes Finish, da der Lack ein wenig stumpf und verwittert aussehen sollte. Nach dem Durchtrocknen wurden noch an den Fenstern die Scheibendichtungen mittels schwarzem Lumocolor-Stift nachgebildet. Ist eine ziemliche Fummelei, aber mit  ein  wenig  Übung  klappt  das  wunderbar.  Zum  Schluss  habe ich noch  die  Sicken  an  der  Kabine  mit schwarzer Tusche eingefärbt. Hierzu verwendete ich einen  Rotring-Isograph-Stift mit der Stärke 0,4mm. Diese Stifte eignen sich hervorragend für diese Arbeiten. 

       

Vor Montage an der Kabine wurden die Haltegriffe, Außenspiegel, Signalhörner usw. mit Ölfarbe (umbra gebrannt) gealtert. An den Innenseiten der Außenspiegel habe ich  zur Nachbildung der Spiegelfläche Bare-Metal-Folie aufgeklebt. Die kleinen Scheinwerfer an der Vorderseite des Daches stammen aus der Restekiste. Diese wurden orange eingefärbt und an der Rückseite ebenfalls mit Bare-Metal Folie beklebt. Die beiden Zusatzscheinwerfer an der Rückseite der Kabine stammen von Auslowe.  Die Scheibenwischer aus dem Bausatz wurden gegen Ätzteile von Gunther Wagner ausgetauscht. An der Feuerschutzwand und dem Motortunnel erfolgte abschließend noch eine Alterung mittels Wischmetall und Künstlerkreide.

       

Die Anbauteile für die Motorhaube (Scheinwerfer, Kühlergrill) habe ich vor der Montage mit Ölfarben (umbra gebrannt) entsprechend gealtert. Die Innenseiten der Frontscheinwerfer wurden gemäß Original mit schwarzer Farbe abgesetzt. Am Kühlergrill wurde das Feld mit dem International-Schriftzug  ebenfalls schwarz bemalt  und anschließend   die   einzelnen   Buchstaben   wieder   vorsichtig   freigerubbelt.    Der grüne  Bug-Deflector vorne an der Motorhaube ist ein Fertigteil von Auslowe. Die seitlichen runden Blinker an den Kotflügeln stammen aus der Restekiste. Abschließend wurde die Innenseite der Motorhaube noch mit Künstlerkreide gealtert.

   

Die Stoßstange habe ich gemäß dem Original noch ein wenig modifiziert und ein Zusatzscheinwerfer eingebaut. Die Halterung besteht aus dünnem Messingdraht, welcher der Scheinwerferform entsprechend zurechtgebogen wurde. Der Scheinwerfer stammt aus der Restekiste. Abschließend wurde das Ganze noch mit Ölfarbe und Künstlerkreide gealtert und die Nummernschilder angebracht.

 

Beim Motor habe ich mich dazu entschlossen, diesen noch etwas zu detaillieren und diverse Leitungen und Schläuche anzubringen.  Da der Motor bereits von meinem "Vorgänger" fertig zusammengebaut war, erwies sich die Umsetzung nicht unbedingt als einfach, da für die entsprechenden Bohrungen nicht mehr alle Stellen erreichbar waren. Als Vorlage für die Verkabelung des Motors diente mir ein Artikel aus der Zeitschrift "Car-Modeler" aus dem Jahre 1991, in welchem  die Detaillierung eines International V-800 Motors beschrieben war. Soweit es ging, habe ich mich beim Nachbau an diese Beschreibung  und Skizzen gehalten. Als Material habe ich Draht und Vinylschläuche in verschiedenen Stärken verwendet. Nachdem der Kleber gut durchgetrocknet war, erfolgte dann die Grundierung mit Filler von Dupli-Color.      

       

Lackiert habe ich den Motor in Dunkelblau (seegrün oder rot wären weitere Alternativen bei diesem Motor).  Anschließend wurde Getriebe und die Keilriemen schwarz abgesetzt. Um den Motor entsprechend alt aussehen zu lassen habe ich als ersten Schritt ein Washing mit verdünnter Ölfarbe aufgetragen. Danach wurde das Ganze mit Wischmetall trockengemalt. Des Weiteren habe ich noch diverse Alterungsfarben von Gunze und das altbekannte Flüssig-Rost-Set  verwendet. Zum Schluß wurde der gesamte Motor noch mit Künsterkreide in verschiedenen Farbtönen eingestaubt. Diese Alterungsprozedur nimmt zwar doch realtiv viel Zeit in Anspruch, allerdings rechtfertigt dann doch das Ergebnis den vorherigen Aufwand.

       

Die Spiralschläuche und Anschlüsse sind von Auslowe bzw. KFS. Die entsprechende Halterung an der Kabine ist scratch gebaut. Das Ganze wurde mittels Ölfarben und Künstlerkreide entsprechend gealtert. Die Halterungen für die Ketten sind aus zurechtgebogenem Polystyrol-Rundprofilen. Die Plane ist ein fertiges Resin-Teil von KFS, welches entsprechend bemalt und gealtert wurde. Zum Schluss habe ich noch in die Falten zwei dünne Fäden herumgebunden.

     

Das komplett fertige Chassis mit eingebautem Motor.

 

Der fertige Truck.

       

Weitere Bilder vom International gibt es HIER.