Ford LTL 9000 "Procter´s Cartage"

 

Baubericht

 

Das Original

 

Als Basismodell für diesen Truck habe ich den Revell-Bausatz des Ford LTL 9000 (Nr. 7553) verwendet. Leider ist dieser Bausatz schon einige Zeit nicht mehr im Handel erhältlich. Eigentlich sehr schade, da es sich meiner Meinung nach wirklich um ein tolles Modell handelt. Bleibt zu hoffen, daß sich Revell einmal zu einer Wiederauflage dieses Kits entscheidet.

Die einzelnen Baugruppen des Chassis sind soweit fertig zusammengebaut und lackiert. Die Farbe ist Revell Nr. 50 und trifft den Originalfarbton ziemlich genau. (Leider sieht das auf den Fotos nicht unbedingt so aus.) Nachdem der Lack gut durchgetrocknet war, habe ich an den Teilen noch ein dezentes Washing mittels verdünnter Ölfarbe (umbra gebrannt) durchgeführt.

     

Der Motor ist auch soweit fertig. Zum Verkabeln habe ich verschiedene Drähte und Litzen verwendet. Bei der Verkabelung habe ich mich nicht unbedingt an das Original gehalten. Für die Farbe des Motors wurden eine Mischung aus Revell Sand (Nr. 16) und Revell Hellgelb (Nr. 15) verwendet. Anschließend erfolgte ebenso ein Washing mittels verdünnter Ölfarbe in den Farbtönen schwarz und umbra gebrannt. Der gesamte Motor wurde danach noch einmal mit MIG-Pigmenten "behandelt" um so den Motor noch ein wenig älter und "gebraucht" aussehen zu lassen. Hierzu verwendete ich schwarze und dunkelbraune Farbtöne. Weiterhin habe wurden noch Alterungsfarben von Gunze (Öl und Russ) verwendet.  Abschließend wurde dann der gesamte Motor noch einmal mit Fixierer für Pastellkreiden eingesprüht um somit den Abrieb des Pulvers und Fingerabdrücke beim Einbau des Motors zu vermeiden.  

     

Die einzelnen Komponenten des Chassis wurden nun montiert und der Motor bereits eingebaut. Des Weiteren wurden diverse Staukästen und die hinteren Kotflügel angebracht. Die Reifen wurden mit einem Gemisch aus Spiritus und einer Mischung aus verschiedenen Pastellkreidepulvern gealtert.  Wie ich das genau gemacht habe, könnt ihr híer nachlesen.    

             

Der Kühler mit Ventilator und diverse Leitungen am Motor sind jetzt angebracht. Des Weiteren wurden noch die hinteren  Spritzlappen und die beiden Rückleuchten angebracht. Abschließend erfolgte noch eine Alterung mittels Farb-Pigmenten.

     

Die einzelnen Baugruppen für die Kabineninneneinrichtung sind soweit alle zusammengebaut und lackiert. Diverse Lüftungslamellen und Halterungen wurden farblich abgesetzt, bei den Seitenverkleidungen habe ich die Fensterkurbeln und Türgriffe ebenfalls mit schwarz abgesetzt. Zusätzlich wurde hier noch das Leder im entsprechenden Farbton imitiert. (Leider ist auf dem Foto die Farbe nicht richtig wiedergegeben). Die Fußmatten sind mit schwarzen Viskoseflocken verfeinert worden, ebenso wurden die Sitze mit Vikoseflocken bearbeitet, wobei ich mit dem Ergebnis nicht unbedingt zufrieden bin.

     

Als nächstes waren die Karosserie-Teile wie Fahrerkabine, Motorhaube und Sleeper an der Reihe. Hier wurden die einzelnen Teile vorab montiert und die Klebenähte dann sauber verschliffen. Anschließend erfolgte eine Grundierung mit Dupli-Color-Filler. Dieser Filler hat den schönen Nebeneffekt, das beim Lackieren auch noch kleine Unebenheiten und Kratzer "aufgefüllt" werden, und somit nicht noch einmal gespachtelt werden muss. Man kann diesen Filler auch als eine Art "Flüssigspachtel" ansehen. Nachdem die Grundierung gut durchgetrocknet war, wurde das Ganze noch einmal mit 1500er und 2000 er Schleifpapier nass glatt geschliffen, da die Oberfläche teilweise etwas rau war.

Als nächster Schritt folgte dann der Auftrag des schwarzen Lackes. Hierzu verwendete ich das Tamiya Spray TS14 (schwarz glänzend). Der Lackauftrag erfolgte in insgesamt 3 Schichten. Zwischen den einzelnen Lackierdurchgängen ließ ich die Teile immer 1-2 Tage gut durchtrocknen. Anschließend die Unebenheiten verschleifen und die nächste Schicht lackieren. An der Motorhaube wurden dann die Kotflügel noch entsprechend dem Original in Hellblau abgesetzt. Hierzu verwendete ich  echten Autolack von Dupli-Color, der wie ich finde dem Original-Farbton sehr nahe kommt. Die Lackierung mittels Spraydosen war weitaus unkomplizierter als ich dachte. Wenn man dabei vorsichtig ist, kann eigentlich nichts schief gehen. Man sollte nur aufpassen, daß man die einzelnen Schichten nicht zu dick aufträgt. Nachdem alles gut durchgetrocknet war, wurden die Teile noch mit einer Schicht Tamiya Glanz-Klarlack aus der Spraydose (TS13) versehen.

Abschließend kann man sagen, daß eine Lackierung in schwarz doch sehr aufwendig und auch schwierig ist, denn bei diesem Farbton macht sich am Ende jeder Patzer bemerkbar. Man sieht einfach jeden Fehler auch wenn er noch so klein ist.  

     

Die Motorhaube ist soweit fertig, die Innenseite der Haube wurde noch mit Pigment-Pulver gealtert. Die Kabineninneneinrichtung ist auch soweit fertig montiert und kann in die Fahrerkabine eingebaut werden. Ebenso ist die vordere Stoßstange bereits fertig. Hier habe ich die Klarsichtteile noch mit Bare-Metal-Foil hinterlegt. Der Nummernschildrahmen wurde aus einem Stück Plastik-Sheet angefertigt.

     

Da mir die Decals mit den  Ford-Logos nicht gefielen, habe ich dafür Ätzteile von Gunther Wagner verwendet. Diese bestehen aus zwei Teilen. Zum einen die "Grundplatte" und zum anderen der Ford-Schriftzug. Die Grundplatte muss man zuerst mit blauer Farbe bemalen. Anschließend kann man die Schriftzüge "darüberlegen". Wenn man das gleich macht, ersetzt die noch nasse Farbe den Klebstoff und es gibt keine Klebespuren. Anschließend nur noch trocknen lassen und am Modell anbringen. Die Qualität dieser Ätzteile ist wirklich sehr gut und sehen viel realistischer aus als die beiliegenden Decals aus dem Bausatz.

       

Als nächstes habe ich mich mit den Treibstofftanks beschäftigt. Da mir die Bausatzteile nicht gefielen und ich mir die Schleifarbeiten an den Klebenähten ersparen wollte, habe ich hier gedrehte Alu-Tanks und die dazu passenden Tank-Steps (Trittbleche) vom  englischen Kleinserienhersteller KFS verwendet. Das ist zwar nicht unbedingt die billigste Variante, aber  es lohnt sich allemal. Denn die Tanks sehen wirklich genial aus, wenn sie fertig sind.

 

Zuerst muss der beiliegende schwarze Klebestreifen in schmale Streifen zugeschnitten werden. Diese werden dann an den Tanks um ca. 1 cm nach innen versetzt angebracht. Anschließend wird das Chrom-Klebeband um ca. 1-2 mm dünnere Streifen geschnitten und auf die schwarzen Streifen geklebt. Somit sieht man von dem schwarzen Klebeband rechts und links nur noch einen kleinen Rand, welcher die Befestigungsbänder im Original nachbilden soll.

 

Als nächstes müssen die Trittbleche gebogen werden. Hierzu habe ich eine spezielles Werkzeug, welches ich mir mal vor einigen Jahren gekauft habe. Damit ist das Biegen im 90-Grad- Winkel wirklich ein Kinderspiel.

   

Da mir die Befestigung der Trittblech-Halterungen sehr viele Probleme bereitete (diese müssen unter Spannung montiert werden)  und mir dabei einfach so gut wie gar nichts gelingen wollte, ließ ich diese weg. Einige der Teile waren durch den vielen Kleber ohnehin nicht mehr zu gebrauchen . Die Trittbleche habe ich entsprechend mit 2K-Epoxid-Kleber an den Tanks befestigt. Die Tank-Halterungen bestehen aus Weißmetall und wurden mit Sekundenkleber am Rahmen befestigt. Sollte man einmal durch den Sekundenkleber kleinere Ausblühungen an den Teilen haben, so kann man diese ohne Probleme mit Mr. Metal Primer von Gunze oder aber auch mit Metall-Politur und einem weichen Tuch beseitigen. 

       

Abschließend wurden noch die Tankdeckel angebracht und die Tanks mit 2K-Epoxi-Kleber von unten an den Halterungen befestigt.

 

Diese gedrehten Alu-Tanks von KFS sind wirklich ihr Geld wert, auch wenn die Montage und der Zusammenbau nicht unbedingt leicht ist, aber die Arbeit lohnt sich auf jeden Fall.

Die Kabine ist nun soweit fertig und kann auf das Chassis montiert werden. Zum Einkleben der Scheiben habe ich ausschließlich Microscale-Cristal-Clear verwendet.  Als kleine Extras habe ich noch ein CB-Funkgerät von Auslowe eingebaut und einen Hut, welchen ich noch mit Ölfarben gealtert habe, auf den Beifahrersitz gelegt. Die Reflektoren für die  Türen und den Sleeper bestehen aus  einer Chromleiste aus der Ersatzteilkiste und aus Ätzteilen von KFS.      

         

Der Bau nähert sich dem Ende. Die Fahrerkabine und die Motorhaube sind am Chassis montiert. Die vordere Stoßstange wurde auch bereits angebracht. Jetzt muss noch die Auspuffanlage, der Sleeper und die Sonnenblende montiert werden. An der Sattelplatte habe ich noch mittels schwarzer Ölfarbe das Schmierfett nachgebildet. 

 

Das Cab-Guard ist ein Fertigteil und stammt von STS (Spaulding Trading and Shipping) aus den USA. Gemäß dem Original habe ich noch aus Rundprofilen den Schutz für das Dach des Sleepers angefertigt und die beiden Abdeckungen rechts und links aus Plastiksheet nachgebildet. Ebenso wurden noch zwei Gitter zurechtgeschnitten und angeklebt. Als Klebstoff verwendete ich, außer bei den Gittern, ausschließlich  Ethylacetat. Dieser Klebstoff hat den Vorteil das er rückstandslos antrocknet und aufgrund der extremen Dünnflüssigkeit durch die Kapillarwirkung in jeden noch so kleinen Spalt eindringt. Somit braucht man keine Angst zu haben, das sich an den Teilen unschöne Klebereste bilden.   Abschließend wurde das Ganze mit Tamiya- Acryl- Spray (TS 30) in silber lackiert und mittels verdünnter Ölfarbe (umbra gebrannt) dezent gealtert. Auf der Rückseite habe ich dann noch ein paar Gerbauchsspurne in Form von kleinen Kratzern nachgebildet.

       

Abschließend wurde die Auspuffanlage, der Sleeper und das Cab-Guard am Chassis montiert. Am Cab-Guard wurden noch zwei Scheinwerfer von Auslowe angebracht, ebenso habe ich noch mittels Litzen die Druckluft-Leitungen nachgebildet. Bis auf die Decals ist der Truck nun soweit fertig.

     

Weitere Fotos vom  fertigen Modell findet ihr HIER.